Pflegegrad – Einstufung durch den medizinischen Dienst

Ein Kind zu betreuen macht Freude und ein gutes Gefühl. Wenn das Kind aber einen Entwicklungsrückstand hat oder auf andere Art besonders herausfordert, einen erhöhten Pflegebedarf hat, ist es wichtig, auch auf sich selbst zu achten und seine Kraftreserven wieder aufzufüllen. Der Pflegegrad ist die beste Voraussetzung, Hilfe aus der Pflegekasse in Anspruch zu nehmen und sich davor zu schützen, auszubrennen.

Beantragt man (formlos) einen Pflegegrad, meldet sich der medizinische Dienst zu einer Begutachtung an. Bei dringenden Überschneidungen kann man den Termin auch verschieben. Ist man unsicher, hilft es vielen, wenn eine weitere Person des Vertrauens dabei ist, das ist erlaubt. Welche Kriterien der medizinische Dienst abfragt und welche Auswirkung das hat, findet man in folgender Publikation, ab Seite 15 ergänzend die Angaben für Kinder.

Detaillierte Info unter: Fachinfo_PSGII_web_neu_Feb_2017 .

Die Leistungen aus der Pflegekasse setzen sich zusammen aus

  • Pflegegeld (abhängig vom Pflegegrad) als Entschädigung unserer Solidargemeinschaft für die Pflege einer Person (in der Regel eines Angehörigen)
  • Verhinderungspflege (zweckgebundene finanzielle Mittel für eine Ersatzbetreuungsperson) – 1612 Euro im Jahr (ggf. Zuzügl 50% wenn die gepflegte Person im betreffenden Kalenderjahr nicht vorübergehend in Kurzzeitpflege stationär untergebracht wird auf Antrag)
  • Angebote zur Unterstützung im Alltag (früher familienunterstützender Dienst) – 125 Euro im Monat für eine ehrenamtliche Person, zur Entlastung der Betreuenden Person (Eltern) durch Begleitung außerhalb der Wohnung, haushaltsnahe Dienstleistung oder Betreuung der Person mit Pflegegrad – eine der Hauptaufgaben der KinderhilfeLEBENSWERT e.V.

Gerne geben wir weitere Informationen zu allen Punkten und unterstützen bei der Antragstellung. office@kinderhilfeLEBENSWERT.de