Einstufung von Pflegebedarf bei Kindern

pflegeverantwortung.de gibt einen Überblick. Dabei ist zu beachten, dass gegenüber dem medizinischen Dienst der Krankenkassen, die die Begutachtung vornehmen ein reales Bild zu schildern ist. Beschönigungen helfen hier nicht! Nach der neuen Gesetzgebupztng ab Jan. 2017 soll ja die Antragstellung einfacher werden. Aber dann verfallen halt alle Ansprüche aus diesem Jahr. Wer also Ansprüche aus 2016 geltend machen will, stellt bei der Pflegekasse (seiner Krankenkasse) vor dem 31.12. einen formlosen Antrag auf Pflegestufe und „familienunterstützenden Dienst“. Auch wenn der MDK dann erst im neuen Jahr kommt, wird er auch den Voraussetzungen 2016 prüfen und es wird ab Antragsmonat bezahlt. Dabei können Mittel für den FuD (nicht für die Verhinderungspflege) auf die erste Hälfte des Folgejahrs übertragen werden.

Der Familienunterstützende Dienst will Familien mit einem Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen mit erhöhtem Pflegebedarf entlasten, indem er zeitweise die Pflege und Betreuung des „behinderten“ (Behindertenausweis nicht nötig) Familienmitglieds übernimmt. Dafür stellt die Pflegekasse unter bestimmten Bedingungen 104 oder 208 Euro im Monat zur Verfügung (in 2017 € 125 unabhängig vom Pflegeaufwand). Hinzu kommen Verhinderungspflege von 1608 oder 2412 Euro.

Der Familienunterstützende Dienst (FuD), teilweise auch Familienentlastender Dienst (FeD) genannt, hat die Aufgabe, Familien mit einem behinderten Kind, Jugendlichen oder Erwachsenen Erholung und Freiräume zu verschaffen, damit auch pflegende und betreuende Angehörige am gesellschaftlichen oder kulturellen Leben teilnehmen können. Das soll die Kräfte erhalten bzw. wiederherstellen, die für die Pflege und Betreuung des behinderten Menschen notwendig sind. Auch dem behinderten Menschen soll dadurch mehr Autonomie und Selbstständigkeit außerhalb des Elternhauses ermöglicht werden.

Art und Umfang der Unterstützung orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen, sie werden mit den Betroffenen abgeklärt und fest vereinbart. Zu den Angeboten gehören stundenweise- aber auch mehrtägige Betreuung in der Familienwohnung oder in Räumlichkeiten des Dienstes, sozialpädagogische Begleitung, sozialrechtliche und psychosoziale Hilfen, Freizeitbegleitung, Bildungsveranstaltungen, Fahrdienste etc.

Im Einzelfall werden auch individuelle Assistenzen z.B. für den Kindergarten- oder Schulbesuch, den Arbeitsbereich etc. bereitgestellt.